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| s war am frühen Morgen des Karsamstages. Der Frühling war durch den Wald gegangen und hatte überall die weißen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Schneeglöckchen aufgeweckt. Nun läuteten sie, daß es hell durch den Wald klang, und die gelben Himmelschlüssel und blauen Leberblümchen erwachten und rasch die Blütenköpfchen aus dem Boden hervorhoben. Über die Waldwiese kam langsam Droll, der junge Osterhase des Tales, ge- |
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| hoppelt. Er trug einen schweren Sack mit Eiern auf dem Rücken, die er sich von den Hühnern aus dem nahen Dorfe geholt hatte. Es war zum ersten Male, daß Droll am Ostermorgen die Kinder mit Eiern beschenken sollte, da er erst im Winter vom Osterhasenkönig Weißbart zum Osterhasen des Tales bestimmt worden war, und er freute sich schon sehr darauf. Jung und unerfahren wie er war, hatte er lange gebraucht, um die nötige Anzahl von Eiern zusammenzu-bringen, und trug sie nun stolz in dem Sack nach seiner Behausung. Wie er so vergnügt dahinhoppelte und sich die Freude der Kinder am Ostermorgen über die schönen Eier ausmalte, schob sich plötzlich eine große dunkle Wolke vor die Sonne. Kaum aber war Frau Sonne hinter der Wolke verschwunden, da stürmte schon Nordwind hervor, der heimtückisch hinter einem Felsen gelauert hatte. Er schüttelte die Bäume und Sträucher, blies die kleinen Blumen mit seinem eisigen Atem an, daß sie erschrocken die Köpfchen hängen-ließen, warf Droll um und verschwand hohnlachend, als die Sonne wieder hinter der Wolke hervorkam. Einerleichtertes Aufatmen ging durch den Wald und der Südwind strich tröstend über die gesenkten Blüten-köpfchen, daß sie sich rasch wieder aufrichteten. Ärgerlich sprang Droll auf und griff nach seinem Sack. Doch, o Schreck, er war auf den Sack gefallen und alle die mühsam zusammengetragenen |
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| Eier waren zerbrochen. Verzweifelt starrte Droll auf den Sack nieder. Ach Gott, wo sollte er nun bis morgen neue Eier herbekommen? Die Hühner im Dorf unten hatten keine mehr und es war viel zu spät, um in ein entfernteres Dorf zu laufen. Wie würden ihn anderen Osterhasen auslachen und verspotten, da er nun den Kindern am Ostermorgen nichts zu geben hatte, und sie würden es gewiß gleich dem Osterhasen- | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| könig melden. Gewiß wird er nun einen anderen zum Osterhasen bestimmen und ich habe mich doch so darauf gefreut, die Kinder zu beschenken, dachte traurig. |
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| Wie er so ratlos dastand, war es ihm, als ob er einen leisen Hilferuf von dem Ufer des Baches herüber hörte. Droll hatte ein gutes Herz, trotz seines eigenem großen Kummers sprang er sogleich hilfsbereit Bach hinüber. Er kam gerade zurecht um zu sehen, wie ein häßlicher, böser Wassernix ein kleines Zwergenmädchen in das Wasser zerren wollte "Willst du wohl loslassen!" rief Droll erbost. Und ohne sich zu besinnen, sprang er hinzu und schlug dem Wassernix die Läufe um die Ohren. Erschrocken ließ dieser das kleine Zwergenmädchen los flüchtete in das Wasser. Mit einem Jubelruf streckte das kleine Zwergmädchen Droll ihr |
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| ihr winziges Händchen entgegen. "Hab' Dank, du guter Hase", sprach es. "Du hast mich von meinem ärgsten Feind befreit, der Böses mit mir vorhatte. Sag mir, wie du heißt, damit ich meinem Vater, dem Zwergenkönig, von dir erzählen kann." |
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| "Ich heiße Droll und bin ein Osterhase", erwiderte Drall und betrachtete staunend das schöne, kleine Mädchen. Die Kleine klatschte jubelnd in die Hände. "Ein Osterhase bist du! Wie freue ich mich, einmal einen von euch zu sehen." "Ja hast du denn schon von uns gehört? wunderte sich Droll. "Natürlich", lachte die kleine Prinzessin, und mit wichtiger Miene fügte sie hinzu: "Mein Vater hat mir schon viel Schönes von euch erzählt. Daß ihr am Ostermorgen die Kinder mit Eiern beschenkt und dafür vor jeder Kugel des Jägers gefeit seid. Aber du siehst so betrübt aus. Fehlt dir etwas?" "Ach", seufzte Droll. "Mir ist gerade früher etwas sehr Schlimmes passiert." Und dann erzählt er der kleinen Zwergesprinzessin von seinem Mißgeschick und wie traurig er sei, da er nicht wisse, woher er bis zum Ostermorgen andere Eier bekommen könnte. Aufmerksam hörte ihm die kleine Prinzessin zu. "Es war sehr häßlich von dem Nordwind, dir so einen Streich zu spielen", sprach sie dann. "Aber sei nicht traurig. Du hast mir das Leben gerettet, dafür will ich dir nun helfen und meinen Vater bittern, daß er dir andere Eier schickt." "Ja, glaubst du denn, daß er das bis morgen kann?" fragte zweifelnd Droll. Silbenhell Lachte die Kleine auf. "O du. dummer, ,dummer Osterhase! Wir Zwerglein haben schon ganz andere Dinge fertiggebracht, das solltest du eigentlich wissen. Laß die zerbrochenen Eier hier liegen und geh nach Hause, das Weitere überlaß mir. Aber bedenke wohl, daß ich nur dem helfen kann, der mir vertraut." Und ehe Droll noch etwas sagen konnte, war die kleine Prinzessin schon unter einer Baumwurzel verschwunden. "Hm, das ist ja alles recht schön", brummte Droll. "Wenn ich nur wüßte, ob sie ihr Versprechen auch halten wird. "Ziwie, gut ist das Zwergendkönigskind, vertraue ihr!" zwitscherte ein kleiner Fink von einem Baum herab. "Er hat recht und ich will ihr vertrauen. Es wäre ja zum ersten Male, daß ein Zwerglein sein Versprechen nicht hielte", murmelte Droll und hoppelte zu seiner Behausung. Den ganzeTag lag er wartend in seiner kleinen Höhle. |
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| Doch weder ein Zwerglein nach die kleine Prinzessin wollte sich zeigen. Erst als es dunkel wurde, hörte Droll plötzlich draußen ein leises Getrippel. Tapp, tapp, klang es wie von vielen kleinen Füßen. Und als Droll aus der Höhle hinausspähte, sah er viele Zwerglein im Gänse-marsch herankommen. Die kleinen Wichte keuchten und schwitzten, denn jeder von ihnen trug .ein großes Ei. Dach nicht ein gewöhnliches weißes Hühnerei, so wie man sie bis, dahin nur als Osterei gekannt hatte, sondern wunderschöne, bunt gefärbte Eier, so kunstvoll bemalt, wie es nur die Zwerglein vermögen. Zuletzt kam die kleine Zwergenprinzessin selbst, die mit einem alten Zwerglein ein besonders großes, schörnbemaltes Ei herbeischleppte. "Wir kommen ein wenig spät", entschuldigt sie sich bei Droll. "Dafür aber haben wir dir auch doppelt so viele Eier gebracht, als du von den Hühnern bekommen hast." Und auf einen Wink von ihr, legten die Zwerglein die Eier vor Droll in das Gras nieder. Sprachlos blickte Droll auf die wunderbare Gabe der Zwerglein. Und als er endlich der kleinen Prinzessin danken wollte, |
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| war diese und die kleinen Wichte schon wieder verschwunden. Überglücklich packte er die Eier in einen großen Sack und eilte in das Dorf hinab. Wie jubelten die Kinder, als sie am Ostermorgen zum ersten Male im Gras versteckt die buntbemalten Eier fanden. In ihrer Freude bemerkten sie gar nicht Droll, der, vor Glück Purzelbäume schlagend, dem Wald zuhastete. Am Waldesrand erwartete ihn die kleine Prinzessin mit den vielen Zwerglein. Als sie hörte, wie gut den Kindern die bunten Eier gefallen hatten, versprach sie dem überglücklichen Droll, jedes Jahr mit den Zwerglein zu ihm zu kommen und seine Ostereier zu bemalen. Aber auch die anderen Osterhasen kamen zu der kleinen Prinzessin und baten sie, ihnen doch auch einige Zwerglein zum Bemalen der Eier zu schicken und da Droll mit ihnen bat, versprach sie, ihren Wunsch zu erfüllen. Getreulich hielt die kleine Prinzessin Wort. Zu Hunderten zogen im nächsten Jahre um .die Osterzeit die Zwerglein mit ihren Farbtöpfen zu den Osterhasen, um die tagsüber zusammengetragenen Eier zu bemalen. Und so ist es geblieben bis auf den heutigen Tag. Solltet ihr Kinder aber einmal ein besonders schönes Ei finden, dann hat es gewiß das Zwergenkönigstöchterlein selbst für euch bemalt. |
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