
| 1. Ich freu mich an einem Baum, er wurzelt fest im Grund. Erhebt sich mächtig in den Raum, an Stamm und Wuchs gesund. Er breitet schützend sein Geäst, verzweigt sich mehr und mehr. Es ist um ihn ein grünes Fest von tausend Blättern her. 2. Keins gleicht dem andern, jedes hat die eigne Form bewahrt. Und dennoch steckt in jedem Blatt des ganzen Baumes Art. Ich senke mich in ihn hinein und bin Geschöpf wie er. Ein Baum kann ein Geheimnis sein und Gottes Prediger. 3. In Jahresringen unbeirrt steht alles Glück und Leid. Er predigt Treue, und er wird zum Bild der Heiligkeit. Vom Wurzelwerk zum Blätterdach strömt Segen unentwegt. Ich selber bin ein Baum am Bach der seine Früchte trägt. 4. Das Wasser nährt mich wunderbar das aus der Erde bricht. Ich nehme Wind und Sonne wahr und öffne mich dem Licht. Mein Atem wird gelöst und frei. Ich sage nicht mehr Nein; und stelle mich entspannt und neu auf meine Umwelt ein. 5. Wer Teil an Gottes Welt gewinnt, sagt JA, lebt lebenswert. Die schweifenden Gedanken sind zum Ursprung heimgekehrt. So kann ein Baum ein Gleichnis sein für Gott und seine Welt. Er will uns Schutz und Beistand sein, die Kraft, die uns erhält! |