
| 1. Trittst Du wieder vor die Nacht, da wir einsam warten? Wächtern, die gen Mitternacht Deiner Kunde harrten? steigst und Stehst am Firmament, Stern, der einst die Weisen hiess gedritt vom Orient in den Abend reisen 2. Wand'rer, Bote, Weggesell', wieder macht dein Funkeln über uns die Nächte hell, da die Nächte dunkeln; Trost, wir wähnten fast dein Licht dieser Zeit vergangen, doch du zeigst dein Angesicht und beschämst das Bangen. 3. Wo die Not am grössten war, war das Heil gewaltig: Wir erfuhren's Jahr um Jahr hundert-tausend-faltig: Jahr um Jahr und Frist um Frist werden stark die Schwächsten; Wo die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten 4. Tag für Tag und Nacht um Nacht da zu jeder Stunde: Botschaft, Hirten kundgemacht geht von Mund zu Munde. Täglich, heut und überall, steigt der Herr vom Throne: wird ein Kind und nimmt im Stall bei den Tieren Wohne. 5. Ehrt denn ihn im Heiligtum, herrlich über allen; Habt auf Erden um und um Fried und Wohlgefallen ! Sei verglichen jeder Streit alle Fehde nichtig: Weihnacht ! Macht die Tore weit ! Und die Stege richtig ! |