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Sehr geehrter Liederfreund

Es hat sich herausgestell das einige Liedertexte nicht unbedingt die Zustimmung aller Besucher meiner Homepage findet


Frau Stefanie S. schreibt:
Ich finde Ihre Seite insgesamt sehr nett, aber ich bin fast vom Hocker gefallen, als ich tatsächlich
das Lied "10 kleine `Negerlein`" hier gefunden habe! Ich finde, dass sowohl aufgrund der darin
benutzten diskriminierenden Wörter als auch wegen der so leichtfertigen und abwertenden Darstellung fremden Lebens dieses sogenannte Kinderlied auf keinen Fall weitergegeben und gesungen werden darf.
Meines Erachtens dient es nur noch der Darstellung eines ziemlich finsteren Abschnitts deutscher Wahrnehmung von und Umganges mit Migrantinnen und Migranten.
Ich bitte Sie also, dieses `Lied`aus Ihrer Sammlung zu entfernen.

Meine Antwort darauf:
Ich finde es Interessant , daß Sie sich so ernsthaft mit Kinderliedertexten auseinander setzen. Ich persönlich glaube aber, daß es eine frage der Interpretation ist um darin menschenverachtliches Werk zu sehen. Wenn wan solche Maßstäbe ansetzt sind viele deutsch Märchen, Volksliedern oder z.B. Struwwelpeter ähnlich einzustufen.
Diskriminierung findet immer im Kopf statt. Es ist auch eine Frage der Toleranz inwieweit man solche Texte negativ auswertet.
Es gäbe ja auch eine Möglichkeit das Wort `Negerlein` in einen anderen begriff zu tauschen, z.B. Fingerlein. Ich glaube aber nicht, daß es Ihre negative Einstellung entscheidend verändern würde.
Wir haben dieses Lied schon als Kinder gesungen und ich kann mich nicht erinnern, daß es bei uns negative, diskriminierende Gedanken ausgelöst hätte. Wie schon gesagt: Diskriminierung findet immer im Kopf des Betrachters statt.
Ich glaube, wenn die Erziehung der Kinder so ausgerichtet ist Toleranz eine der wichtigsten Eigenschaften im zusammenleben der Menschen ist, wäre diese überhaupt kein Problem.
Leider ist es nicht der Fall,den täglich kann das Gegenteil auf den deutsch Schulhöfen erlebt werden!
Ich bin nicht der Meinung, daß dieses Lied aus der Liste entfernt werden soll.


Kommentare

Erna-Maria schreibt:
Hallo !!
ich habe eben die Kommentare zu diesem Lied gelesen und möchte mich auch dazu äußern da ich es nicht verstehe wieso dieses Lied gestrichen werden sollte.
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass Diskriminierung doch wohl in den Köpfen der Menschen stattfindet.
Auch wir haben dieses Lied als Kinder gesungen und ich kann mich nicht daran erinnern jemals etwas Diskriminierendes dabei gedacht zu haben.
Wenn man dies so auslegt müssten ganz viele Kinderlieder und auch andere Lieder verboten werden denn man kann wenn man dannach sucht sicherlich bei vielen Liedern etwas negatives herausfiltern.
Ich möchte nicht, dass dieses Lied von der Liste gestrichen wird und ob man es mit seinen Kindern singt oder nicht bleibt ja schlieslich jedem selbst überlassen !

PS: Übrigens noch ein dickes Lob an diese Seite - ich finde die Auflistung der Lieder klasse die Liedtexte (von denen ich meistens nur noch die 1. Strophe hinbekomme !!) und vorallem die Möglichkeit sich das ganze auch noch anzuhören.


Monika H. schreibt
also, für mich hatte der Text auch nie etwas Diskriminierendes; es kommt immer auf die eigene innere Einstellung an. Ich bin Blockflötenlehrerin und benutze die "Kinderliederflöte" als zusätzliches Flötenbuch, weil mir der Erhalt unseres Volksliedgutes, vor allem auch eingebunden in den Jahres- und Festkreis, wichtig ist.
Vor gut 10 Jahren war das Lied noch selbstverständlich enthalten, mit einer neuen Auflage ersetzte man es. Ich denke, diese Einstellung hat unbedingt etwas mit der eigenen Persönlichkeit zu tun. Wenn man Achtung vor jedem anderen Wesen hat, macht es auch nichts aus, wenn man als Frau z. b. die Berufsbezeichnung "Einzelhandelskaufmann" bekommt. Aber da ist heutzutage vieles überzogen.
Es ist doch wirklich so, wenn jemand das Lied so nicht singen möchte, muss er das ja nicht herunterladen, oder kann es zumindest, wie ihr Vorschlag besagt, abändern.
Ich erlebte auch bei meinen Schülern - Grundausbildung 6 - 8 Jahre - nie diskriminierendes Gedankengut, nur Freude an den Liedern, die wir auch
singen und tanzen, worüber sich dann die alten Menschen in den Pflegeheimen sehr freuen.
Ich danke ihnen für die sehr gute Homepage und wünsche ihnen weiterhin
viel Freude und Motivation dafür.

freundliche Grüße
Monika H.


Irmgard G. schreibt:
Ich finde es gut, dass sie den Text des Liedes aus ihrem Programm genommen haben. Danke!
Es sind gerade die versteckten Hinweise, die immer noch in unseren Köpfen ihr (Un-)wesen treiben. Aber der Kopf ist schließlich auch zum Denken da. Leider sind es gerade sie subtilen Dinge- ach es ist ja nicht so schlimm, was der/die wieder hat- die auf Dauer gesehen wirken. Leider bekommen diese Haltung meine Enkelkinder, deren Vater ein farbiger Amerikaner ist, immer wieder und täglich auf Neue zu spüren. So lange sie klein waren, waren sie ja sooo süß! Die Diskriminierung anderer scheint so fest in uns verwurzelt zu sein, dass wir tatsächlich ständig auf der Hut sein müssen. Übrigens- die Melodie ist einfach schön und es gibt mittlerweile dazu auch bedenkenlos zu singende Texte. (z.B. 10 bunte Luftallons u.a.)

Beste Grüsse
Irmgard G.

Meine Antwort:
Ich danke Ihnen für die Aussage zu dem Kinderlied.
Ich muß Sie aber darauf aufmerksam machen, daß der Liedertext nicht gelöscht worden ist. Wenn sie die Hinweise aufmerksam lesen, verstehen Sie vielleicht meine Betrachtungsweise dieses Textes. Ich achte Ihre Einstellung aber persönlich finde ich nichts diskriminierendes bei diesem Lied.
Es ist auch immer eine Frage der Toleranz und der persönlichen Einstellung etwas dabei zu denken. Ich glaube wir müssen uns von den alten Vorurteilen lösen und nicht immer etwas schlechtes hinter Dingen vermuten.



Thorsten L. schreibt
Liebe Frau Stefanie S.
Gehören Sie zu den deutschen Bürgern, die sich massiv eine "Schuld" einreden und am liebsten in Ihrer selbstgebauten Selbstschuldzuweisung (NS Zeit)alles erdenkliche unternehmen um ja nicht aufzufallen?
Wenn dieses der Fall sein sollte, rate ich Ihnen einmal einen Fachmann aufzusuchen, der, wenn dieses Zutrifft, Ihre Neurose einmal genauer unter die Lupe nimmt.
Und wenn Sie meinen, dass ansonsten alles In Ordnung bei Ihnen ist, vergessen Sie einfach das hier geschriebene.

mfg
Thorsten



Sabine W. schreibt
Ich finde dieses Lied ist diskrimierend!
Wir sollen Menschen achten und Tolerant sein, aber verbreiten solche Lieder. Wir sind keine "Negerlein" und können deshalb überhaupt nicht beurteilen, ob wir Schwarzen mit diesem Lied zu nahe treten. Wenn wir das Lied an Kinder weitergeben, geben wir auch den Inhalt weiter und der Text ist rassistisch.

MfG
Sabine W.


Ludmilla C. schreibt:
Gerne gebe auch ich noch meinen Senf zu diesem alten, traditionellen Kinderlied:
Die Texte sind zweifellos furchtbar, aber zu Grimms, Andersens und Co. -Zeiten war es gang und gebe brutale Fantasietexte unter die Kinder zu bringen. Rotkäppchen wird vom Wolf gefressen, das Mädchen mit den Streichhölzern erfriert, Schneewittchen wird von der Schwiegermutter vergiftet... und das zieht sich durch die ganze Märchen(Kinder)welt. Ob man dies seinem Kind zumuten will oder nicht ist eine ganz persönliche Ermessensfrage (mir hats glaube ich nicht geschadet, und vielen anderen auch nicht). Also, langer Rede kurzer Sinn: Ich kann keine rassistischen Komponente in besagtem Text finden, ausser vielleicht das Wort Negerlein (doch wer leitet dieses denn heute noch vom rassistischen Wort "Niger" ab?). Sonst machen die kleinen Menschlein ja genau das, was der moderne Mensch auch tut: Jagen, eine Rheinfahrt, Hexen (Wahrsager und Co) besuchen, einen Sumpfausflug (Adventureferien), Ferien in der Türkei, Kutschefahren (vielleicht in Davos) und viel zu viel essen. Was ist denn daran rassistisch?

Eine tolle Homepage! Ich werde sicher öfter bei Ihnen vorbeisurfen

Liebe Grüsse Ludmilla



Susanne F. schreibt:
In meiner Kindheit (1958 geboren) war dieses Lied natürlich noch kein Tabou und ich kann mich erinnern es als Kind heiss geliebt zu haben, ohne eine Ahnung von Rassismus und ähnlichem zu haben und auch ohne genau zu wissen was "Neger" überhaupt sind. Dieses Bewusstsein bildete sich erst später, als ich am Fernsehen Bilder aus dem damaligen Biafra, mit verhungernden Kindern mit aufgeblasenen Bäuchen sah.

Gleichzeitig liebte ich auch eine Schallplatte unserer Schweizer Märchentante Trudi Gerster mit der Geschichte das "dumme Negerlein" . Als Kind habe ich mich beinahe kaputt gelacht über die Doofheit des "dummen Negerleins" und ich hatte einen Riesenspass dabei: "So wusch "es" zum Beispiel den Salat mit Bürste und Seife und hängte die Salatblätter zum Trockenen auf der Wäscheleine mit Wäscheklammern auf. Ich weiss auch noch sehr genau, dass mir das als Kind schon den Eindruck erweckte, die "Negerlein" seien allesamt ziemlich dumm.

So wie ich denke, geht es genau um diesen falschen Eindruck, den das Lied Kindern über "Negerlein" vermitteln könnte. Dieser falsche Eindruck, kann aber heutzutage kaum alleine von einem Kinderlied her kommen. Nach wie vor kann jedoch so ein Lied bei gewissen Kindern, die von zuhause aus kein Gegensteuer bekommen, falsche Eindrücke prägen. Zudem stelle ich mir auch vor, wie das Lied auf Kinder wirken würde, wenn es in einer Gruppe von z.B. acht dunkelhäutigen Kindern und fünf weisshäutigen Kindern, gesungen würde. Die weissen Kinder könnten sich dann schon unterschwellig als "kleine Herrenmenschlein" verstehen, denn ihnen passiert ja nichts in dem Lied. Darum begreife ich es, wenn sich Menschen, Schwarze wie Weisse gegen den Gebrauch des Begriffes "Negerlein" etc. wehren. Andererseits muss dieses Lied ja nicht gesungen werden, auch wenn es hier auf der website steht; es steht allen frei das Lied zu ignorieren, sabotieren, vergessen etc..

Der Punkt bleibt der: Die Bezeichnung ist rassistisch und nicht das Lied, und so sehr wir uns Mühe geben, andere nichtrassistische Bezeichnungen für "Negerlein" zu finden, mit der Zeit werden auch diese rassistisch. Oder hat es keinen rassistischen Beigeschmack, wenn wir von kriminellen Schwarzen reden? Wir reden ja auch nicht von kriminellen Weissen, sondern da in der Regel nur von Kriminellen. Dieser schleichende Rassismus hat gar nichts mit diesem Kinderlied zu tun, sondern mit den Bildern in unseren Köpfen.

Im Bewusstsein nur einen kleinen Beitrag zu leisten, würde ich persönlich heute aus political correctness "10 kleine Negerlein" nicht mehr singen oder gar Kinder singen lassen, hätte aber im Sinne der bereits gemachten Statements über Märchen etc. keine Mühe, das Wort "Negerlein" mit "Kinderlein" zu ersetzen. Jeder Mensch könnte auch für sich das Wort "Negerlein" mit "Kinderlein" austauschen und sich fragen: "Würde ich es jetzt mit Kindern singen?" Wer sich jetzt aufregt und vorher nicht, na ja.... das würde tief blicken lassen.

Vielleicht lieber Herr Fritz, wechseln sie da ja auch auf ihrer website "Negerlein" mit "Kinderlein" aus, mit dem Hinweis, dass Sie auch weisse Kinder nicht von Unbill ausgrenzen wollen. Aber vielleicht würden dann auch ein paar Menschen aufjaulen: ...Zu grausam so über Kinder zu singen, wer weiss....

Zum Schluss möchte ich noch etwas ganz anderes sagen: Ich finde das eine ganz, ganz tolle website; im Moment hat sie mir echt aus der Patsche geholfen bei den Weihnachtsliedern! Und das alles gratis. Herzlichsten Dank! Ich war nicht das letzte mal hier.

Ganz herzliche Grüsse aus der Schweiz
Susanne F.


Martina P. schreibt:
Wer in diesem Text heutzutage keinen Rassismus entdeckt, will oder kann mit diesem Thema nichts anfangen. Ich finde die Idee, Negerlein mit Kinderlein auszutauschen eine großartige. Denn da wird ja wohl sichtbar und auch spürbar, was dieser Text aussagen soll. Ich denke, niemand von uns will, dass sich kleine Kinderlein totschießen, totessen, tothexen, totweinen, tottrinken,…also einfach zehn davon umkommen. Oder?! Also warum sollen dann 10 kleine schwarze Kinderlein dieses Schicksal in einem Kinderlied erleiden. Und warum sollen die Kinder unserer Generation noch mit solchen und auch anderen fragwürdigen Texten konfrontiert und manipuliert werden?

Ich ersuche Sie daher in Namen der Menschlichkeit dieses Lied aus Ihrer ansonsten wirklich guten Homepage zu entfernen.

Mit Grüßen
Martina P.



Bernhard M. S. schreibt
Wer in diesem Lied und seinem Text etwas Rassistisches oder Diskriminierendes sieht, der sollte sich im Restaurant auch kein Zigeunerschnitzel sondern ein Sinti- oder Romaschnitzel bestellen…

Mir ist es selbst auch ganz unverständlich, dass solch diskriminierende Gerichte, auf fast jeder deutschen Speisekarte zu finden sind. Da wird einem ja direkt angst und bange um unsere Jugend! Zum Glück naschen die lieben Kleinen heute keine Negerküsse mehr, sondern Dickmanns…
Wohl bekomms

Mit freundlichen Grüßen
Bernhard M. S.



Christina K. schreibt
10 kleine Negerlein, was ist daran rassistisch? Dieses Lied ist deutsches Kulturgut.
Haben wir nicht schon zuviel Kultur aufgegeben? Nur weil Deutschland eine gewisse Vergangenheit hat, auf der das Ausland herumhackt, ohne dass wir (ich meine die nachfolgenden Generationen) irgend etwas verbrochen haben -geschweige denn, dass wir etwas verhindern hätten können?

Susanne F. fährt das Argument auf, dass unsereins von kriminellen Schwarzen spricht. Wie es es denn umgekehrt mit "die kriminellen Weißen" oder das im Ausland gängige Sch... Deutsche. Und im Streit fällt auch noch Sch... Nazi, wie ich von meinen Kindern höre. Schlimm finde ich, dass man uns immer etwas anhängen will und wir immer tiefer zu Kreuze kriechen.
Hier in Deutschland werden Afrikaner doch respektiert. Jedenfalls kenne ich keinen, der etwas gegen sie hätte. In anderen Ländern ist das anders. Darüber sollte man sich aufregen. Neger ist ein Begriff, mit dem wir alle groß geworden sind, und es ist nicht mit dem Wort "Nigger" aus der Sklavenzeit zu vergleichen. Ich habe das Wort immer gebraucht; aber nie etwas gegen Anderfarbige gehabt - ganz im Gegenteil. Ich habe ein paar Neger in meinem Freundeskreis; aber keiner von ihnen regt sich darüber auf, wenn mir das Wort "Neger" über die Lippen kommt, und das kommt in Gesprächen häufig vor.

Das Lied "10 kleine Negerlein" trällerte ich dauernd, auch vor und für meine Kinder. Zu keiner Zeit habe ich mir Gedanken über den Text gemacht, ebenso so wenig wie über die Grausamkeit in Märchen.

Meinungen sind relativ. Ich finde es ist nicht in Ordnung, wenn alles verändert wird, weil "SCHLAUE KÖPFE" das so wollen. Ich erinnere mich nur allzu deutlich daran, wie traurig ich war, als irgendwelche Emanzen mir meine "Fräulein-Bezeichnung" nahmen, auf die ich wirklich stolz war. Und bis heute ist es nervig, dass Satzungs-, Vertrags- und andere Texte doppelt geschrieben oder um zigtausend "In´s" erweitert werden müssen, oder dass man sich über weibliche Namen von "Tiefs" aufregt u. v. a. m. Die Emanzipation ist lächerlich und artet allmählich aus! Heute müsste man eigentlich schon den Mann emanzipieren (das sage ich als Frau). So greift ein Thema ins andere.

Haben die Kritiker wirklich keine anderen Sorgen? Warum lässt man uns nicht einfach Menschen sein, Menschen mit deutscher Kultur? Selbst in unserem Land halten die Ausländer doch an ihrer eigenen Kultur fest. Und wie sie uns bezeichnen, wenn sie in ihrer Sprache sprechen, möchte ich
lieber nicht wissen.

Ich sehe jedenfalls überhaupt nicht ein, dass ich Kindheitsfreuden, zu denen ja auch noch Negerküsse gehören, verzichten muss, weil jemand sich aufregt. Es geht über Gebühr, wenn man alles umkrempelt zu Gunsten der ausländischen Minderheit in Deutschland. Auch die Dänen singen noch heute Lieder darüber, dass sie in die Schlacht gegen die Deutschen ziehen, sie erschlagen und umgekehrt. Auch diese Lieder haben frische Melodien und ich träller sie sogar gerne; obwohl es mich eigentlich aufregen sollte. Aber nein, ich dulde Kulturgut, und das sollte jeder andere auch tun. Diese Dinge zu verbieten oder unter den Teppich zu kehren, ist kein guter Weg. Und nur, damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich bin absolut nicht fremdenfeindlich sondern äußerst sozial. Meine Meinung ist nur: leben und leben lassen.

Herbert Fritz spreche ich ein ganz großes Lob aus, dass er am Kulturgut festhält. Diese Seite muss so stehen bleiben, wie sie ist. Wir haben schon genug von unserer eigenen Kultur aufgegeben zugunsten aller Welt und zu unseren eigenen Lasten.

Mit freundlichen Grüßen
Christina K.
Hamburg


Melanie L. aus Bergneustadt schreibt
Hallo!
Also ich finde es schon sehr erschreckend, wie manche Leute über
dieses Lied denken.
Ich bin erst knapp 23 Jahre alt und habe 2 KInder. In meiner Kindheitgab es das Lied und ich singe es meinen Kindern auch immer wieder vor. Weil wie schon gesagt, man lässt Diskriminierung im Kopf abspielen.Und wenn man mal recht bedenkt, ist die Geschichte mit dem bösen Wolfder Rotkäppchen und seine Großmutter frisst auch nicht unbedingt für Kinder geeignet.Jedoch möchte man seinen Kindern selbst einen Teil seiner Kindheitschenken und erzählt ihnen diese alten Geschichten oder singt mit ihnen alte Lieder.
Es ist einfach ein Teil der Kultur Geschichten und Lieder weiterzugeben. Meine Tochter ist seit diesem Monat auch im Kindergarten und dortsingen sie auch das Lied. Ich habe mich erst gestern mit einer Mutterunterhalten, die selbst eine dunkle Hautfarbe hat. Selbst sie meinte, es wäre ein Lied und sie sieht das Wort Negerlein nicht auf sich bezogen. Man sollte immer mal selber die "betroffenen" Personen fragen, wie sie zu der Sache stehen, weil ich denke, man sollte sich nicht selber die Schuld geben an einem solchen Lied ... es ist schon wesentlich älter als manch anderer Schreiber hier.
Man regt sich über ein solches Lied auf aber nicht über die Sänger, die Nigger oder sonstiges auf VIVA und MTV singen. Man soltte die Kultur der alten Lieder schützen und sie nicht in den Dreck ziehen.


Stefan M. schreibt
Als erstes sei ein großes Lob für das Zusammentragen dieser schönen Kinderlieder ausgesprochen. Das ist viel Arbeit und trägt auch noch einen Teil unserer Traditionen und unseres deutschen Kulturgutes in Deutschland in die moderne Internetwelt. Vielen Dank dafür!

Vielleicht darf ich noch kurz darauf hinweisen, daß wir nicht vom Horst-Wessel-Lied und allem Negativen, was wir damit verbinden, sprechen, sondern von einem nicht ganz jungen Kinderlied, das Kindern anhand von Beispielen zeigen soll, wie man es nicht macht. Der Struwwelpeter als Vergleich ist hier schon erwähnt worden, an dem kratzt sich ja auch keiner. Kurzes Beispiel: "...wog er nur ein Lot, am nächsten Tage war er tot." In
Lot mißt heute keine Sau mehr und das Wort wird trotzdem nicht ersetzt. Da fällt mir noch was ein. Der Reichstag heißt heute auch nicht Bundestag, obwohl der Bundestag drin sitzt. Wir können doch unsere Geschichte und Kultur nicht einfach umschreiben, wie hier auch schon vorgeschlagen wurde (10 bunte Luftballons: besser gleich 99 Luftballons). Was soll denn das. Ich war im übrigen sehr erschrocken, als ich 1990 (aus der DDR kommend) in Westdeutschland die ersten Gespräche führte, wie wenig Identifikation und Gefühl für die eigene Nationalität und Kultur vorherrscht. Was ist eigentlich mit "3 Chinesen mit ´nem Kontrabaß"? Ist das auch rassistisch, daß die armen Kerle auf der Straße sitzen müssen?

Besonders gut hat mir der Beitrag von Stefanie S. gefallen, die einen
"finstersten Abschnitt deutscher Wahrnehmung von und Umgang mit Migrantinnen und Migranten" erkannt hat. Wie bitte? Migranten? Überlegen Sie doch mal, wie alt das Lied ist. Da waren die Deutschen selber Migranten. Nur eben wo anders. Und Rassismus ist, wo man Negerküssen in den Kopf beißt, oder was?

Lustiges gab es im Übrigen hier auch zu entdecken. Liebe Ludmilla, mit wem war Schneewittchen verheiratet, daß sie eine Schwiegermutter hätte hätte können?

Der Höhepunkt wurde aber von Martina P. geliefert und läßt mich weinen, wegen welchem Käse hier "im Namen der Menschlichkeit" ersucht wird.

Warum um alles in der Welt sollten wir auf dieses Kinderlied verzichten? Wenn Ihr den Schwarzen helfen wollt, dann behandelt sie mit Respekt und erzieht Eure Kinder ordentlich, so daß die das auch tun. Man kann doch so ein Liedchen singen und trotzdem tolerante Menschen erziehen.

Trotzdem möchte ich Sie alle hier herzlich grüßen, da Sie ja wohl alle auch Kinder haben, die Sie mit den hier gefundenen Liedtexten erfreuen wollen.

Viele Grüße



Hier eine philosophische Betrachtung von
L. A. S. Ferrarianus Epigonus
Dritte Stoa - Schule des guten Lebens
Anton-Bruckner-Str. 4
5020 Salzburg
Austria
 
Tel.: 0043 / 664 / 57 43 144
Email: ferrarianus.epigonus@aon.at
Homepage: http://dritte.stoa.x-net.at

Epigonus salutem!

 

Ich bin stoischer Philosoph, Sohn einer deutschen Mutter und eines afroamerikanischen Vaters, dunkler Hautfarbe und trotz meiner geistig-seelischen Verwandtschaft mit dem alten Römertum ein Deutscher von ganzem Herzen. Ich habe die meisten Beiträge zum Gegenstand jenes Liedes "Zehn kleine Negerlein" gelesen und festgestellt, daß die Partei der Befürworter zwar durchaus gute, jene der Ablehner jedoch schlagende Argumente angeführt hat. Einerseits ist zwar richtig, daß auch jenes Lied Kulturgut der deutschen Geistesgeschichte vorstellt und daher bewahrt werden muß; keineswegs aber darf es im praktischen Leben fortgeführt werden, da es andererseits aus den schmachvollsten Tagen des deutschen Volkes herrührt: In jenem Lied liegt ein Vermächtnis der Imperialisten- und Kolonialistenzeit vor, welche noch lange vor den Nazis angefangen, den deutschen Namen vom ersten bis zum letzten Buchstaben furchtbar zu besudeln.
Der Begriff "Neger" ist hochrassistisch, da er bis heute das Menschenbild eines Carl Peters transportiert wie jenes ganze Lied ebenfalls und nur als Synonym aufgefaßt werden kann für Dummheit, Wertlosigkeit, Viehheit. Der psychosemantische Aspekt eines Begriffes besonders dieser Art ist niemals zu unterschätzen und gänzliches Verblassen nicht zu erwarten. Der Text jenes Liedes vollends aber gewährt die sichere Bewahrung des indiskutablen semantischen Gehaltes! Der auch immer behauptet, er habe sich nie etwas rassistisches Gedacht beim Hören oder Singen, mag wahr sprechen, denn Denken ist eine Sache des Bewußtseins, das Unterschwellige doch des Unterbewußtseins; dieses ist auf einer Metaebene tätig, weshalb etwa auch völlig Ungebildete, die von nichts wissen und sich daher auch nichts denken können, ein gutes Gedicht von einem schlechten unterscheiden "können". Im übrigen ist in Hinblick auf beleidigende Begriffe nicht entscheidend, ob dabei ein Sender glaubt, er beleidige, sondern ob ein Empfänger empfindet, er werde beleidigt! Ob ein Wort Beleidigung ist, entscheidet nicht der Beleidiger, sondern der Beleidigte! Es kann wohl kaum ein Mensch afrikanischen Blutes gefunden werden (zumindest im deutschen Raume), der sich einen "Neger" genehm sein läßt, noch weniger einer, der sich bei den Zehn kleinen Negerlein nichts denkt.
Euphemismen freilich tragen nichts zur Lösung des Rassismusproblems bei, noch minder jene in unserer Zeit üblich gewordene fanatische Euphemismie, die absolut alles umschreibt in panischer Furch vor politischer Unkorrektheit. Der an Ort und Stelle stehende Begriff sollte in den meisten Fällen unbedingt stehenbleiben, wenn nicht eher zur Flucht vor reinen Gedanken als zur Flucht zu reinen Gedanken angereizt werden soll, und die Zehn kleinen Negerlein sollen die Zehn kleinen Negerlein bleiben, das Lied als (zweifelhaftes) Kulturgut erhalten, auf keinen Fall aber ins tägliche Leben zurückgeführt werden.

Es gibt gewiß keinen Grund, das "Negerwiegenlied" der trefflichen Irene Ambrus, den "Neger", der in jenem alten Schlager sein Kind gefressen habe, oder sogar die alten Soldaten- und Wehrmachtslieder nicht zugänglich zu machen, denn es handelt sich um historisches Erbe, womit unsere Zeit, die sich für aufgeklärt und zivilisiert hält, richtig umgehen können sollte. Der Umstand, daß dennoch stets viele Mißbrauch treiben werden, ist Geschick des Menschengeschlechtes; und Mißbrauch ist, SA-Lieder oder die "Negerlein" zu singen und zu verbreiten. Es besteht ein Unterschied dazwischen, ob ich "Mein Kampf" lese oder vorlese!

Das wahre deutsche Ohr wird hinreichend mutig sein, auch von des deutschen Volkes schwarzer Schande kritisch zu hören; der wahre deutsche Mund jedoch wird sich, erneut zu besudeln, das noch keineswegs wieder rein ist, unbedingt hüten. Und daher wird ein aufrichtiger Deutscher seinen Kindern nicht die Krankheiten des deutschen Geistes vererben, sondern dessen Licht: Deutsche Märchen, Fabeln und Sagen können auch dem kleinsten Kinderohre passend gemacht werden, und wer auch immer seiner Muttersprache mächtig ist, wird selbst die "Bürgschaft" einem Kleinkind bildend nacherzählen. Wer also wirklich unserer Zunge wie unseres Geistes würdig, wird das Dunkle bewahren, das Helle befördern.
Epigonus

Meine Antwort:
Auch nach langem überlegen bin ich nicht in der Lage, angemesse auf diese Betrachtung zu antworten
Es hat mich jedoch bewogwn das Wort "Negerlein" ( man möge mir verzeihen) durch Pünktchen und durch ein anderes Wort zu ersetzen
Wenn ein Anhänger einer anderen philosophischen Schule diese liest und darauf antworten möchte, bin ich gerne Bereit diese hier zu veröffentlichen.



Margit W. schreibt

Es gibt die Möglichkeit den Text zu verändern, wie dies viele vernünftige Textedichter schon gemacht haben.
Ich selber bin mit einem Schwarzafrikaner verheiratet und seitdem wurde ich von vielen Richtungen aufgeklärt wo Rassismus beginnt. Ich kann Verständnis dafür aufbringen, wenn manchen Menschen es nicht klar ist warum "Negerlein", rassistisch war, aber spätestens bei einer vernünftigen Erklärung entbehrt es jeden Verständnis diesem Lied weiterhin den selben Text zu lassen
Gottseidank leben wir in einem sehr aufgeklärten Zeitalter, wo durch das Medium Internet alles zu erfahren ist.
Ansonsten finde ich diese Seite sehr gut, habe sie gefunden weil ich für meine Tochter (6monate) Kinderlieder gesucht habe.
Auch der Ausdruck "half cast" wie er selbst von Schwarzafrikanern verwendet wird, ist sehr negativ. Bei näheren Hinblicken wird klar, warum.
cast away = wie wir alle spätestens bei einem Film von Tom Hanks erfahren haben, heißt verschollen.
In diesem Falle heißt es ausgestossen, so nun bitte ich alle INFO zur Verbreitung freizugeben, da Unwissenheit bekanntlich nicht vor Strafe schützt.

einen schönen und angenehmen Tag wünscht
Margit W.



Wie Sie sehen und lesen können gibt es zu diesem Lied vielfältige Meinungen und Ansichten. Leider ist es so , dass mann es nie allen Leuten recht machen kann. Ich möchte diese auch gar nicht erreichen. So ist es jedem Nutzer dieser Homepage selbst überlassen, ob er dieses Lied (oder vielleicht auch ein Anderes) benutzt und seinen Kindern oder Enkeln vorsingt
Nehmen Sie die Vorstellung dieses Liedes als ein Beitrag von mir es vor dem vergessen zu bewahren. Ich werde es nicht bewerten. Es steht jedem Benutzer und Leser dieser Lieder frei, für sich eine Bewertung abzugeben und dann auch danach zu Handeln


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