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Guter Mond, du gehst so stille
  
1. Guter Mond, du gehst so stille durch die Abendwolken hin;
    deines Schöpfers weiser Wille hieß auf jener Bahn dich ziehn.
    Leuchte freundlich jedem Müden in das stille Kämmerlein
    und dein Schimmer gieße Frieden ins bedrängte Herz hinein.

2. Guter Mond, du wandelst leise an dem blauen Himmelszelt,
    wo dich Gott zu seinem Preise hat als Leuchte hingestellt.
    Blicke traulich zu uns nieder durch die Nacht aufs Erdenrund!
    Als ein treuer Menschenhüter tust du Gottes Liebe kund.

3. Guter Mond, so sanft und milde glänzest du im Sternenmeer,
    wallest in dem Lichtgefilde hehr und feierlich einher.
    Menschentröster, Gottesbote, der auf Friedenswolken thront,
    zu dem schönsten Morgenrote führst du uns, o guter Mond!

Worte und Weise: ursprünglich ein sieben Strophen umfassendes Liebeslied.
In verschiedenen textlichen varianten, darunter auch der von Karl Wilhelm Enslin,
seit Anfang des 19. Jh. bekannt




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