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An der Saale hellem Strande
   
1. An der Saale hellem Strande
    stehen Burgen stolz und kühn;
    Ihre Dächer sind gefallen,
    und derWind streicht durchdie Hallen,
    Wolken ziehen drüber hin.

2. Zwar die Ritter sind verschwunden,
    nimmer klingen Speer und Schild;
    doch dem Wandersmann erscheinen
    in den altbemoosten Steinen
    oft Gestalten zart und mild.

3. Droben winken schöne Augen,
    freundlich lacht manch roter Mund;
    Wandrer schaut wohl in die Ferne,
    schaut in holder Augen Sterne,
    Herz ist heiter und gesund.

4. Und der Wandrer zieht von dannen,
    denn die Trennungsstunde ruft;
    und er singet Abschiedslieder,
    lebe wohl, tönt ihm hernieder,
    Tücher wehen in der Luft.

Worte: Franz Kugler (1826)
Weise: Friedrich Ernst Fesca (1822)



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