| 1. An der Saale hellem Strande stehen Burgen stolz und kühn; Ihre Dächer sind gefallen, und derWind streicht durchdie Hallen, Wolken ziehen drüber hin. 2. Zwar die Ritter sind verschwunden, nimmer klingen Speer und Schild; doch dem Wandersmann erscheinen in den altbemoosten Steinen oft Gestalten zart und mild. 3. Droben winken schöne Augen, freundlich lacht manch roter Mund; Wandrer schaut wohl in die Ferne, schaut in holder Augen Sterne, Herz ist heiter und gesund. 4. Und der Wandrer zieht von dannen, denn die Trennungsstunde ruft; und er singet Abschiedslieder, lebe wohl, tönt ihm hernieder, Tücher wehen in der Luft. |