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 Andreas Hofers Abschied vom Leben
 
1. Ach Himmel, es ist verspielt, ich kann nicht mehr lange leben,
    der Tod steht vor der Tür, will mir den Abschied geben,
    meine Lebenszeit ist aus, ich muss aus diesem Haus,
    meine Lebenszeit ist aus, ich muss aus diesem Haus.

2. Mich General vom Sand, den führen sie jetzt gefangen,
    mein Bittern, blutgen Schweiß, den habens mir abgenommen,
    sie führn mich aus dem Land mit größtem Spott und Schand.
    sie führn mich aus dem Land mit größtem Spott und Schand.

3. Hier liegt mein Sabl und Gwehr und alle meine Kleider,
    ich bin kein Kriegsmann mehr, ach Himmel, ich bin ein Leider,
    ich bin verlassen ganz vom römischen Kaiser Franz.
    ich bin verlassen ganz vom römischen Kaiser Franz.

4. Die Hauptstadt von Tirol, die habn sie mir genommen,
    es ist kein Mittel mehr, sie wiedrum zu bekommen,
    es ist kein Mittel mehr, wenns nit kummt von oben her.
    es ist kein Mittel mehr, wenns nit kummt von oben her.

5. O trauervolle Zeit, was wird aus mir noch werden!
    Der Befehl ist schon bereit, erschossen muss ich werden,
    es ist schon lang bekannt wohl in dem ganzen Land.
    es ist schon lang bekannt wohl in dem ganzen Land.

6. O große Himmelsfrau, du Königin Maria!
    Auf dich ich jetzt vertrau, o Jungfrau Maria!
    O liabe Frau, i bitt, verlass den Sandwirt nit!
    O liabe Frau, i bitt, verlass den Sandwirt nit!

 Volkslied aus Tirol. Andreas Hofer, der Tiroler Freiheitsheld (1767-1810),
erscheint in diesem Lied angesichts des nahen Todes in seiner bloßen Menschlichkeit.



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