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Der Winter ist ein rechter Mann

1. Der Winter ist ein rechter Mann,
    Kernfest und auf die Dauer;
    Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an
    Und scheut nicht süß noch sauer.

2. Aus Blumen und aus Vogelsang
    Weiß er sich nichts zu machen,
    Hasst warmen Trank und warmen Klang
    Und alle warmen Sachen.

3. Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
    Und Teich und Seen krachen,
    Das klingt ihm gut, das hasst er nicht,
    Dann will er tot sich lachen.

4. Sein Schloss von Eis liegt ganz hinaus
    Beim Nordpol an dem Strande,
    Doch hat er auch ein Sommerhaus
    Im lieben Schweizerlande.

5. Da ist er denn bald dort, bald hier,
    Gut Regiment zu führen,
    Und wenn er durchzieht, stehen wir
    Und seh'n ihn an und frieren.

Melodie: Johann Friedrich Reichardt (1752-1840)
Text: M. Claudius (1740-1815)



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