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Es blies ein Jäger wohl in sein Horn
  
1. Es blies ein Jäger wohl in sein Horn, wohl in sein Horn.
    Und alles, was er blies, das war verlorn, das war verlorn.
    Halia-hus-sa-sa, ti-ral--la-la,
    und alles was er blies, das war verlorn.

2. Soll denn mein Blasen verloren sein, verloren sein?
    Viel lieber möcht ich kein Jäger sein, kein Jäger sein.
    Halia-hus-sa-sa, ti-ral--la-la,
    Viel lieber möcht ich kein Jäger sein

3. Er warf sein Netz wohl übern Strauch, wohl übern Strauch
    da sprang ein schwarzbrauns Mädel heraus, Mädel heraus
    Halia-hus-sa-sa, ti-ral--la-la,
    da sprang ein schwarzbrauns Mädel heraus.

4. Ach, schwarzbraunes Mädel, entspring mir nicht, entspring mir nicht!
    Ich habe große Hunde, die holen dich, die holen dich.
    Halia-hus-sa-sa, ti-ral--la-la,
    Ich habe große Hunde, die holen dich

5. Deine großen Hunde, die holen mich nicht, die holen mich nicht.
    Sie wissen meine hohen weiten Sprünge nicht, weiten Sprünge nicht.
    Halia-hus-sa-sa, ti-ral--la-la,
    Sie wissen meine hohen weiten Sprünge nicht

6. Deine hohen, weiten Sprünge, die wissen sie wohl, die wissen sie wohl
    sie wissen, daß du heute noch sterben sollst, noch sterben sollst
    Halia-hus-sa-sa, ti-ral--la-la,
    sie wissen, daß du heute noch sterben sollst

7. Und sterbe ich denn, so bin ich tot, so bin ich tot
    begräbt man mich unter Rosen rot, unter Rosen rot.
    Halia-hus-sa-sa, ti-ral--la-la,
    begräbt man mich unter Rosen rot

8. Wohl unter die Rosen, wohl untern Klee, wohl untern Klee
    darunter vergeh ich nimmermehr, ich nimmermehr.
    Halia-hus-sa-sa, ti-ral--la-la,
    darunter vergeh ich nimmermehr

9. Es wuchsen drei Lilien auf ihrem Grab, auf ihrem Grab
    da kam ein Reiter, wollt sie brechen ab, sie brechen ab.
    Halia-hus-sa-sa, ti-ral--la-la,
    da kam ein Reiter, wollt sie brechen ab

10. Ach Reiter, ach laß die Lilien stahn, die Lilien stahn
    es soll sie ein junger Jäger han, Jäger han.
    Halia-hus-sa-sa, ti-ral--la-la,
    es soll sie ein junger Jäger han

Worte und Weise: altes, in Worten und Weise vielfach umgesungenes Jägerlied
Es wurde in jeweils eigenständigen Fassungen aus Nicolais Almanach I, Nr 8 (1777),
aus der Umgebung von Berlin, aus Schlesien, der Gegend von Köthen,
sowie aus Württemberg, Bayern und Thüringen bekannt
Die älteste Textfassung geht auf das Jahr 1700 zurück



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