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Es wollt ein Mädel in der Früh aufstehn
  
1. Es wollt ein Mädel in der Früh aufstehn, dreiviertel Stund vor Tag.
    I: Wollt in den Wald spazieren gehn, halli, hallo,
    spazieren gehn, wollt Brombeern pflücken ab. :I

2. Und als das Madel in den Wald 'nein kam, da kam des Jägers Knecht:
    I: Dummes Mädel, scher dich aus dem Wald, halli, hallo,
    scher dich aus dem Wald, hier hat mein Herr das Recht! :I

3. Und als das Made! aus dem Waid rauskam, da kam des Jägers Sohn:
    I: Mädel, willst du Brombeern pflücken, halli, hallo,
    Brombeern pflücken, pflücke dir dein Körblein voll. :I

4. Ein Körbchen voll, das brauch ich nicht, eine Hand voll, die genügt!
    I: Und er half ihr Brombeern pflücken, halli, hallo,
    Brombeern pflücken, bis dass der Tag anbricht. :I

5. Und als das Mädchen nun nach Hause kam,
    die Brombeern wuchsen groß.
    I: Und es dauerte kaum dreiviertel Jahr, halli, hallo,
    dreiviertel Jahr, hatte sie ein Kind im Schoß. :I

6. Drum, wer ein junges, hübsches Mädchen hat,
    der schick 's nicht in den Wald.
    I: Denn im Wald, da gibt es Jäger, halli, hallo,
    gibt es Jäger, die verführn ein Mädchen bald. :I

Aus Hessen-Nassau.
Text und Melodie: volkstümlich in unterschiedlichen
Text- und Melodievarianten
bis in das 16. Jahrhundert zurückgehend



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