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Innsbruck ich muss dich lassen
  
1. Innsbruck ich muss dich lassen, ich fahr dahin mein Strassen
    in fremde Land dahin,
    mein Freud ist mir genommen die ich nicht weiss bekommen
    wo ich im Elend1 bin, wo ich im Elend bin

2. Gross Leid muss ich ertragen, dass ich allein tu klagen
    dem liebsten Buhlen mein.
    Ach Lieb, nun lass mich Armen im Herzen dein erwarmen,
    dass ich muss dannen sein, dass ich muss dannen2 sein.

3. Mein Trost ob allen Weiben, dein tu ich ewig bleiben
    stet, treu, der Ehre frumm
    Nun muss dich Gott bewahren, in aller Tugend sparen3
    bis dass ich wiederkumm, bis dass ich wiederkumm.

   1 Elend: Leben in der Fremde
   2 dannen: von da, nämlich von Innsbruck
   3 sparen: erhalten

Worte: unbekannt; einer nicht beweisbaren Überlieferung zufolge
könnte Maxximilian I. der Dichter des Liedes sein (1493)
Weise: unbekannt; möglicherweise Heinrich Isaac (um 1495)



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