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Wenn alle Brünnlein fließen
  
1. Wenn alle Brünnlein fließen,
    so muss man trinken.
    Wenn ich mein Schatz nicht rufen darf,
    tu ich ihm winken.
    Wenn ich mein Schatz nicht rufen darf,
    ju-ja, rufen darf, tu ich ihm winken.

2. Ja, winken mit den Äugelein
    und treten auf den Fuß
    's ist eine in der Stube drin,
    die meine werden muss.
    's ist eine in der Stube drin,
    ju-ja, die meine werden muss.

3. Warum soll sie's nicht werden?
    Ich hab sie ja so gern.
    Sie hat zwei blaue Äugelein,
    die glänzen wie zwei Stern'.
    Sie hat zwei blaue Äugelein,
    ju-ja, die glänzen wie zwei Stern?.

4. Sie hat zwei rote Wängelein,
    sind röter als der Wein.
    Ein solches Mädel find't man nicht
    wohl unterm Sonnenschein.
    Ein solches Mädel find't man nicht
    ju-ja, wohl unterm Sonnenschein.

5. Ach herz'ger Schatz ich bitte dich,
    ach, laß mich gehn!
    Denn deine Leut die schmähen mich,
    ich muß mich schämen.
    Denn deine Leut die schmähen mich,
    ja ja,ich muß mich schämen.

6. Was frag ich nach den Leuten,
    die mich tun schmähen?
    Ei so lieb ich nocheinmal,
    dies schöne Mädchen.
    Ei so lieb ich nocheinmal,
    ja ja,dies schöne Mädchen.

Worte und Weise: schwäbisches Volkslied nach Friedrich Silcher (vor 1840)


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