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Schlaf wohl, du Himmelsknabe du
  
1. Schlaf wohl, du Himmelsknabe du,
    schlaf wohl, du süßes Kind!
    Dich fächeln Engelein in Ruh'
    mit sanftem Himmelswind, mit sanftem Himmelswind.
    Wir armen Hirten singen dir
    ein herzig's Wiegenliedchen für:
    Schlafe, schlafe, Himmelssöhnchen, schlafe!

2. Maria hat mit Mutterblick
    dich leise zugedeckt,
    und Joseph hält den Hauch zurück,
    daß er dich nicht erweckt, daß er dich nicht erweckt.
    Die Schäflein die in Stalle sind,
    verstummen vor dir, Himmelskind:
    Schlafe, schlafe, Himmelssöhnchen, schlafe.

3. Bald wirst du groß, dann fließt dein Blut
    von Golgatha herab,
    ans Kreuz schlägt dich der Menschen Wut,
    da legt man dich ins Grab, da legt man dich ins Grab.
    Hab immer deine Äuglein zu,
    denn du bedarfst der süßen Ruh':
    Schlafe, schlafe, Himmelssöhnchen, schlafe.

4. So schlummert in der Mutter Schoß
    noch manches Kindlein ein,
    doch wird das arme Kindlein groß,
    so hat es Angst und Pein, so hat es Angst und Pein.
    O Jesulein, durch deine Huld
    hilf's ihnen tragen mit Geduld:
    Schlafe, schlafe, Himmelssöhnchen, schlafe.

Worte: Christian Friedrich Daniel Schubart (1786)
Weise: Franz Josep Fehr (1746-1804)



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